60-Jähriges Jubiläumsschiessen (1984)

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Gedenkgottesdienst und Ehrungen zum Jubiläum

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Ohne großen Aufwand feierten die „Talschützen“ aus Katzbach am Samstag mit einem Gedenkgottesdienst und anschließendem Jubiläumsabend ihr 60-jähriges Bestehen. Stadtpfarrer Bruno Todt segnete die restaurierte Fahne des Vereins und Gauschutzenmeister Paul Schrauf ehrte vier verdiente Mitgliederi Ehrenschützenmeister und Schirmherr Franz Pillmeier, Schützennmeister Richard Groitl -zweiter Schützenmeister Toni Pfeilschifter und Ludwig Zwicknagel erhielten das Verdienstkieuz in Silber des Öberpfalzer Schützenbundes.

Nach dem überaus erfolgreichen Jubilaumsschießen der „Talschützen“ stand an diesem Samstag die Feier des 60jährigen Gründungsjubiläums auf dem Programm. Voraus fand in der Stadtpfarrkirche St. Josef ein Fest-Gedenkgottesdienst statt, den Stadtpfarrer Bruno Todt in Konzelebration mit Prälat Ludwig Baumgartner gestaltete. In seiner Ansprache betonte der Stadtpfalter die im Evangelium angesprochene Brüderlichkeit, die auch auf den Verein und sein Bestehen bezogen werden könne. Alle Aktiven der Talschützen, Frauen und Männer, nahmen am Gedenkgottesdienst teil. Am Schluß segnete Stadtpfarrer Bruno Todt die restaurierte Fahne der „Talschützen“. Eine Reihe von Ehrengästen gaben den Schützen im Gasthaus Silberberg die Ehre und bekundeten damit ihre Verbundenheit. Schützenmeister Richard Groitl konnte dazu Willkommen heißen: Stadtpfarrer Bruno Todt, Gauschützenmeister Paul Schrauf, die Fahnen- und Festmutter des Vereins Anna Althammer, Ehrenschützenmeister und Schirmherm. Franz Pillmeier, Bürgermeister Leo Hackenspiel, die ehemaligen Festdamen des 50jährigen Gründungsfestes, den Patenverein von 1974 „Edelweiß Pitzling“ mit der Fahnerimutter Frieda Lankes, Schützenmeister Franz Erhardt, Altschützenmeister Andreas Plötz und Festleiter Günter Rausche; weiter den Schützenverein „Blauer See“ Vierau, der erste Patenverein von 1954, den Schützenverein „Bergschütz“ Katzberg mit den Schützenmeistern Xaver Hausladen und Xaver Daiminger, der Fahnenmutter Annelore Amann und den beiden Schirmherren Fritz Stahl und Engelbert Gom. Außerdem waren auch stellvertreter Gauschützenmeister Helmut Weindl, der Ehrenschirmherr von 1974 Erich Menacher und die Katzbacher Vereinsvorstände gekommen. Richard GroitI gab einen Rückblick auf die zurückliegenden 60 Jahre des Schützenvereins, der im Mai 1924 von 12 Mitgliedern gegründet wurde. Den Namen „Talschütz“ wählte man, weil die Katzberger Schützen sich damals den Namen „Bergschütz“ gegeben hatten. Damit bestand schon eine erste gute Verbindung. 1927 habe man bereits eine Fahne beschafft, allerdings ohne die Festlichkeit einer Fahnenweihe, weil damals das Geld fehlte. Das erste Gewehr, ein Zimmerstutzen, wurde im Gründungsjahr angeschafft, durch Theaterspielen stotterte man den Preis ab. Während des Dritten Reiches wurde der Verein verboten und ruhte bis 1951, dem Jahr der Wiedergründung. Wieder wurde ein Gewehr (Luftgewehr) für 77 DM gekauft und mit dem Schießsport begonnen. Erster Schützenmeister nach der Wiedergründung war Josef Althammer, bis 1962 gefolgt von Georg Zängl, Karl Haberl, Johann Fenzl, Josef Haberl. Von 1962 bis 1978, also 16 Jahre lang, führte Franz Pillmeier die Geschicke des Vereins und ab 1978 nun Richard GroitI. Im Mai 1954 wurde die längst fällige Fahnenweihe durchgeführt mit dem Schirmherm, Senator Heinrich Eiber, Fahnenmutter Anna Althammer und Fahnenbraut Maria Zängl. Patenverein waren die Schützen „Zum Blauen See“ Vierau. 1968 waren die Talschützen Patenverein beim Schützenverein Edelweiß in Pitzling, 1974 wurde das 50jährige Gründungsfest begangen mit Maria Häring als Schirmherrin, Anna Althammer als Festmutter, „Edelweiß“ Pitzling als Patenverein und Günter Rasche als Festleiter. In diesem Jahre fungierte der Verein als Patenverein bei der Fahnenweihe der „Bergschützen“ von Katzberg und trug zum Gelingen maßgeblich bei. Neben den festlichen Höhepunkten gab es auch solche auf der schießsportlichen Seite, so die Vergleichsschießen mit den umliegenden Vereinen. Im Schützengau Cham stellt der Verein eine Mannschaft der Schützenklasse, Damen-, Junioren-, Pistolen- und Jugendmannschaft. 1973 und 1983 stellte der Verein den Gau-Jugendkönig, 1980 den Gaukönig. Die Würde des Schützenkönigs wird seit 1951 verliehen, die Schützenliesl seit 1980 und der Jugendkönig seit 1983 eimittelt. Josef Haberl und Franz Pillmeier waren je sechsmal Schützenkönig. Seit 1951 werde ein Weihnachtsschießen durchgeführt; das man nach dem Tode von Johann Fenzl in ein Gedächtnisschießen umbenannte. Das Jubiläumsschießen 1984 sei mit seinen 434 Teilnehmem der absolute Höhepunkt der schießsportüchen Ereignisse des Vereins gewesen. Habe sich der Verein bei seiner Gründung in einer für damalige Verhältnisse überall anzutreffenden finanziellen Notlage befunden, so hätten sich die Finanzen mittlerweile konsolidiert. Jedem Mitglied des Vereins dankte Groitl für die Mitarbeit, wobei er besonders Franz Pillmeier, Anna Althammer und Maria Häring hervorhob. Dem Verein wünsche er auch weiter hin gutes Gedeihen und Gottes Segen. Als äußeres Zeichen des Dankes überreichte Richard Groitl an Anna Althammer und an die Gattin von Franz Pillmeier ein Blumengebinde, an Franz Pillmeier einen Zinn-Erinnerurigsteller. Gauschützenmeister Paul Schrauf betonte die guten Leistungen des Vereins, knüpfte an die Aussage von Stadtpfarrer Bruno Todt aus dessen Predigt an und forderte auf, Brüderlichkeit, Kameradschaft und auch Gesellschaft als ein notwendiges Unterpfand für den Schießsport weiterhin zu pflegen. Die Brüderlichkeit findet besonders bei den Schützenvereinen in Hessen ihren Ausdruck durch die Bezeichnung „Bruderschaften“. Schützenmeister Richard Groitl habe gute Arbeit geleistet. Dafür dürfe er als besonderen Dank des OSB an Groitl das OSB Verdienstkreuz in Silber übergeben. Die gleiche Auszeichnung mit Urkunde erhielten auch Franz Pillmeier, Toni Pfeilschifter und Ludwig Zwicknagel. Bürgermeister Leo Hackenspiel zollte dem Verein Respekt und Achtung zu seinen Leistungen. Wenn heute junge Leute wieder mit Achtung und Respekt auf die Leistungen der Sportschützen schauten und sich diesen anschließen, dann widerlege das eindeutig die manchmal negative Darstellung der Schützenvereine. Hackenspiel wünschte auch weiterhin sportliche Erfolge und ein echtes menschliches Miteinander. Der offizielle Jubiläumsabend wurde mit der Vorführung von zwei Filmen über das Gründungsfest 1974 abgeschlossen. Diese Streifen blendeten nochmals auf die Ereignisse vor zehn Jahren zurück, ließen Erinnerungen wach werden. Die „Talschützen“ luden alle Teilnehmer des Abends dazu zu einem „Schlachtschüsselessen“ ein, damit auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam.

Jubiläumsschießen in Katzbach „großartiger Erfolg“

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Über eine großartige Teilnahme beim Jubiläumsschießen anläßlich des 60jährigen Vereinsbestehens des Schützenvereins Talschütz konnte 1. Schützenmeister Richard Groitl bei der Siegerehrung am Sonntag abend im Vereinslokal berichten. Es beteiligten sich 434 Schützen mit 28 Mannscliaften aus 20 Vereinen. Neben zahlreichen Schützen waren bei der Siegerehrung auch Ehrenschützenmeister und Schirmherr Franz Pillmeier, Fahnenmutter Anna Althammer, Gauschützenmeister Paul Schrauf mit seinen drei Stellvertretern sowie 1. Bürgermeister Leo Hackenspiel und sein Stellvertreter Hans Allescher anwesend.

In einem kurzen Grußwort freute sich Schirmherr Pillmeier, daß die Beteiligung über den Erwartungen lag. Seine Anerkennung galt auch den beträchtlichen Schießleistungen. Gauschützenmeister Paul   Schrauf führte den „großartigen Erfolg“ auf die sehr gute Jugendarbeit und auf eine rührige Damenabteilung zurück. 1. Bürgermeister Hackenspiel dankte allen Schützenvereinen für die Förderung des Freizeitwertes und zugleich die Pflege des Gemeinschaftsgeistes. Bei der anschließenden Siegerehrung konnten zahlreiche Schützen Pokale bzw. Geld- und Sachpreise in Empfang nehmen. Der beste Schuß auf die Meisterscheibe gelang Albin Heumann vom Schützenverein BSG Schweinfurt mit 98, 97, 96, 94 Ringen, gefolgt von Günther Dinnebier, VSG Cham (97, 94, 94, 93). Dritter wurde Peter Merkel von den Schloßschützen Waffenbrunn vor Konrad Vogel, Steinbruch Sengenbühl, und Gerlinde Bösl, VSG Cham. Alle Schützen und noch 20 weitere erhielten Geldpreise. Sieger auf die Glücksscheibe wurde mit 18,1 und 71,7-Teilern Christian Kuchenreuter, VSG Cham. Auf dem zweiten Platz (18,1-T.) landete Gerhard Hundshammer von den Hofmarkschützen Loifling. Mit einem 18,3-Teiler wurde Walter Cerny aus Chamerau Dritter. Den 4. Platz belegte Konrad Babl von den „Gemütlichen“ Kothmaißling (19,0-T.) vor Otto Bernhard, FSG Hubertus Grafenwöhr (19,5-T.) Auch hier konnten alle Gewinner bis zum 15. Platz Geldpreise in Empfang nehmen. Groß war die Spannung bei der Verteilung der Sachpreise: Bester war Erwin Kraus aus Neuhaus. Er konnte ein Herrenfahrrad mit nach Hause nehmen. Für eine Schleifmaschine entschied sich der Zweite, Norbert Zwicknagl, Talschütz Katzbach. Einen Kofferfernseher erhielt Johann Semmelbauer, Katzbach, als Dritter. Einen großen Blumentrog suchte sich Karl Ketterl, Kothmaißling, für seinen 4. Platz aus. Fünfter wurde Albert Gress, Cham, und erhielt dafür eine Bohrmaschiene. Insgesamt kamen 411 Preise zur Verteilung. Wertvolle Zinnpokale erhielten dann die  besten Schützen auf die Einzelpokalscheibe. Die beste Leistung erbrachte Franz Haimerl von den Tellschützen Pemfling mit einem 9,6-TeiIer. Er konnte den wertvollen Pokal, gestiftet vom Schirmherrn, in Empfang nehmen. Zweite wurde als beste Dame Elisabeth Strobl .Stamsried (17,5-Teiler), vor Paul Schrauf Cham (24.2-T.). Der Gauschützenmeister verzichtete auf den wertvollen Pokal und nahm mit dem Pokal für den letzten Platz vorlieb. Den 4. Platz Belegte der Einheimische Ludwig Wanninger vor Konrad Vogel, Sengenbühl. Als beste Mannschaft erwies sich die VSG Cham vor den Wildschützen Kager und den Reichsburgschützen Altenstadt. Einen beachtlichen 6. Platz belegte die Altherrenmannschaft des FC Katzbach. Dafür wurde aber die Altherrenmannschaft des FC letzte und bekam als Trostpreis drei Ringe Schwarz Meistbeteiligung erhielt der FC Katzbach mit 38 Schützen. Ebenfalls 30 Liter konnten die Reichsburgschützen aus Altenstadt für 28 Schützen in Empfang nehmen. 25 Schützen stellten die Bergschützen aus Katzbach und bekamen dafür zwei Kasten Bier. Zum Abschluß der Siegerehrung dankte Schützenmeister Richard Groitl allen seinen Mithelfern sowie den zahlreichen Firmen, Mandatsträgern und Privatpersonen für die Spenden der Pokale, Geld und Sachpreise.