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Vereinsscheibe der Talschützen Talschütz Katzbach 1924 e.V. Cham – Katzbach
Pressebericht Montag, 6. August 2018

Bunt und laut durch die Stadt

Volksfest Zum 52. Mal bat die Stadt zum Musikfest “Klingendes Cham” - und 61 Kapellen sowie Trachten- und Jubelvereine kamen.

Perfekte Organisation ist alles - und wenn es jemanden gibt, der das beherrscht, ist das Reinhard Lesinski von der Chamer Kolpingsmusik. Seit Bestehen des Vereines, früher als Spielmannszug jetzt als Musikverein, nehmen die Musiker am “Klingenden Cham” teil. Das können nicht viele der Gruppen behaupten, doch Lesinski als Organisator kann auf viele Kapellen zählen, wenn er im Oktober damit beginnt, die Einladungen an alle Vereine in der Oberpfalz und Niederbayern zu verschicken. Der Termin Anfang August ist für viele Gruppen eine feste Größe in der Jahresplanung, trotz der Ferienzeit - oder bei manchen gerade deswegen. Für die Chamer Partnerstädte aus der Schweiz und Belgien ist der Zeitpunkt ob der langen Anreise eher schwierig. “Doch die Schützenvereine aus dem Gau - auf die ist Verlass”, meint Lesinski am Sonntag am Rande der Großveranstaltung.

Nach einem anstrengen Notfall mit der Wasserwacht am Samstagabend stand er bereits um 9 Uhr mit seiner Kolpingsmusik in der Kirche. “Erst die Mess und dann die Maß!”, ist das Motto, und so spielten in den Kirchen in und rund um Cham bekannte Kapellen auf und begeisterten wie jedes Jahr die Besucher der Gottesdienste. Auch diese Einsätze werden von Reinhard Lesinski koordiniert und mit den zuständigen Pfarrern abgestimmt. Nach der musikalischen Begleitung in der Stadtpfarrkirche St. Josef ging es für ihn und die Kolpingsmusik weiter zum Frühschoppen ins Festzelt - und pünktlich um 14 Uhr begann unter seiner Leitung der große Musikzug.

Zwei Absagen wegen der Hitze 61 Gruppen, es gab zwei Absagen wegen der angekündigten hohen Temperaturen, mit insgesamt fast 2000 Personen waren am Sonntag auf den Beinen und marschierten im Takt der Kapellen und Spielmannszüge vom Bahnhof bis zum Chamer Stadion, wo heuer erstmals eine Vorstellung der Gruppen durch Volksfestvereinspräsident Sepp Altmann stattfand.

“Die acht Jubelvereine aus dem Landkreis sind alle dabei”, sagte Lesinski stolz. Er achtet nach eigenen Angaben auf eine abwechslungsreiche Zusammenstellung. Trachten-, Schützen-, Sportvereine und Feuerwehren, Kapellen und Spielmannszüge aus nah und fern bilden den bunten Zug. Darunter auch der Spielmannszug aus Eggenfelden und der Trachtenverein D'Riedlstoana, die heuer das erste Mal dabei waren. Bunte Farbtupfer stellten die tschechische Kapelle Solovacka-Susice, die Dudelsackpfeifer aus dem Nachbarland und die dazugehörige Tanzgruppe dar. Auch das Kinderritterpaar aus Furth im Wald war dabei, unterstützt vom Spielmannszug der Nachbarstadt und einer Abordnung des Cave Cladium. Ein Vierspänner des Waldschmidt-Vereins aus Eschlkam war heuer ebenfalls erstmals zu bestaunen. Teilnehmerstärkste Vereine waren die SuKK Schorndorf mit 80 Personen, der Burschenverein aus Schorndorf sowie die DJK Vilzing. Die wohl weiteste Anreise hatten die Kapellen aus Hemau und Schlicht. Im Stadion standen bereits Getränke bereit, die von der Wasserwacht verkauft wurden. Aber auch die teilnehmenden Vereine hatten vorgesorgt und teils auf Leiterwagen kühle Getränke oder Sonnenschirme dabei.

Vier Musikstücke am Ziel Vier Stücke wurden am Ziel gemeinsam von allen Musikern gespielt, dirigiert von Andreas Sperlich, dem Leiter der Kolpingsmusik, Sepp Blaha, dem Kreisvorsitzenden des Musikbundes, und Gerhard Engl, seines Zeichens Bezirksvorsitzender. Nach den Salutschüssen der Hofmarkschützen Loifling, des Schützenvereins Pylsteinia, der Böllerschützen Obernried und des Schützenverein Alte Büchs'n aus Waldmünchen hatten sich alle die Maß im Festzelt redlich verdient. Reinhard Lesinski sehnte sich da wie manch anderer nach einer erfrischenden Dusche und einer Mütze Schlaf...