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Vereinsscheibe der Talschützen Talschütz Katzbach 1924 e.V. Cham – Katzbach
Pressebericht Dienstag, 19. November 2024 · Mittelbayerische Zeitung

Mahnung für Frieden

FFW Loibling-Katzbach organisiert Gedenkfeier

Eine für die teilnehmenden Bürger eindrucksvolle und besinnliche Gedenkfeier fand anlässlich des Volkstrauertages in Katzbach statt. Organisiert von der Freiwilligen Feuerwehr Loibling-Katzbach, zogen zahlreiche Kameraden gemeinsam mit den Mitgliedern von „Talschütz Katzbach“ und dem Sportverein von der Dorfmitte zum Kriegerdenkmal beim Alten Schulhaus. Angeführt von der Kolpingmusik und begleitet vom Schein unzähliger Fackeln, herrschte eine andächtige Stille, die den Rahmen für eine würdevolle Veranstaltung bildete. Diakon Martin Peintinger richtete eindringliche Worte an die Anwesenden. In einer Zeit, in der kriegerische Konflikte unschuldige Zivilisten weltweit unvorstellbares Leid erfahren lassen, rief er zur einzigen „Waffe“ auf, die seiner Meinung nach sofort alles zum Guten wenden könnte: das Gebet. „Indem wir danken, bitten, loben oder einfach nur nachdenken, wächst das Verständnis, dass jede Auseinandersetzung auf banalen Grundlagen fußt“, erklärte Peintinger. In der Hinwendung zu Gott liege eine Kraft, die uns hilft, das eigene Ego zu überwinden und Frieden zu schaffen. Stadtrat Georg Kerschberger führte in seiner Rede ganz persönliche Gedanken an. Er sprach davon, wie in seiner Familie die Schrecken der Weltkriege weitgehend ausgeklammert wurden – aus Schutz, aus Scham oder aufgrund traumatischer Erlebnisse. Doch gerade an einem Tag wie dem Volkstrauertag sei es wichtig, die Erinnerung wachzuhalten. Kerschberger schilderte die unvorstellbaren Opfer des Zweiten Weltkriegs und zog Parallelen zu den heutigen kriegerischen Konflikten. „Die Welt rüstet wieder auf – auch Deutschland investiert immense Summen ins Militär. Doch während diese Maßnahmen angesichts wachsender Bedrohungen verständlich sind, gäbe es viele andere Bereiche, in denen das Geld sinnvoller eingesetzt wäre.“ Kerschberger appellierte: Jeder Einzelne müsse zum Mahner für den Frieden werden. Anschließend legten Michael Haller und Reinhard Rädlinger, die Vorsitzenden der Feuerwehr, den Kranz im Namen aller Teilnehmer am Kriegerdenkmal nieder. Im Anschluss lud die Feuerwehr ins Vereinsheim ein, wo die Teilnehmer die Gelegenheit nutzten, in geselliger Runde Gedanken auszutauschen und das Schlachtschüsselessen von der örtlichen Metzgerei Wanninger zu genießen.