Franz Brunner bleibt weiter an der Spitze
Maxhütter wurde als OSB-Präsident mit klarer Mehrheit wiedergewählt – Treue Weggefährten ausgezeichnet

Franz Brunner bleibt der Herr der Ringe. Beim 73. Delegiertentag des Oberpfälzer Schützenbundes in der Stadthalle in Maxhütte-Haidhof erhielt er von 340 Delegiertenstimmen 265. Bleibt man im Schützenterminus: die mit großem Abstand höchste Ringzahl. Auf seine Gegenkandidatin, Landesdamenleiterin Evi Benner-Bittihn aus Furth im Wald, die ihm mit einer Kampfkandidatur das Amt streitig machen wollte, entfielen 71 Stimmen. Auch alle anderen Gegenkandidaten für die weiteren Vorstandsämter fielen durch. Vor dem Wahlmarathon, bei dem wegen jeweils aufgebotener Gegenkandidaten schriftlich abgestimmt werden musste, standen die Berichte der Präsidiumsmitglieder. Brunner begrüßte eingangs viele Ehrengäste, an der Spitze den Präsidenten des Deutschen Schützenbundes (DSB), Hans-Heinrich von Schönfels. Außerdem waren im Lauf des Tages unter anderem die Landtagsabgeordneten Martin Scharf (FW) und Alexander Flierl (CSU) sowie MdB Marianne Schieder (SPD) zu Gast. Brunner stellte mit Blick auf die Corona-Pandemie fest, dass sich das Schützenwesen in den beiden vergangenen Jahren normalisiert habe. Der Präsident tat einen Blick in die Mitgliederentwicklung. Ziel sei es, die Marke von 30 000 Mitgliedern wieder zu erreichen, und 2025 könnte dies geschafft werden. Im Zuge der Traditions- und Brauchtumspflege seien das Landeskönigsschießen, das Zimmerstutzenschießen sowie das Oberpfälzer Böllertreffen feste Termine im Jahreskalender. Es bleibe zu hoffen, dass Waffengesetzverschärfungen und Bleiverbot bei der Munition nicht dazu führten, dass die Pflege der Tradition an den Nagel gehängt werden müsse, so Brunner. Im Verband schreite die Digitalisierung voran, was Geld koste. Deshalb werde man im Laufe der Versammlung eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge vorschlagen. Die Verbandszeitung Oberpfälzer Schützenzeitung (OSZ) habe man auf ein zweimonatliches Erscheinen umgestellt, um kostendeckend arbeiten zu können. Der OSB-Präsident blieb beim Schlagwort Finanzen. Für die Modernisierung der Schießanlage in Pfreimd gebe es einen Finanzierungsplan mit Kosten von rund 420 000 Euro. Brunner verwies darauf, dass der DSB im kommenden Jahr den Beitrag je Mitglied um 0,50 Euro erhöhen werde. Zum Schluss bilanzierte er, dass in den vergangenen fünf Jahren der Freistaat den Verband mit über einer Million Euro an Förderung für den Sportstättenbau unterstützt habe, die jeweils den Vorhaben der Mitgliedsvereine zugutegekommen seien. Bei der Mitgliedergewinnung seien vor allem die Vereine gefordert. Gut laufe es mit dem Lichtgewehr- und Blasrohrschießen. Weiter ging es mit dem Bericht des Landessportleiters Ernst Adler. Der verwies auf seinen in der OSZ abgedruckten Bericht, in dem sämtliche hervorragenden Leistungen von OSB-Schützinnen und -Schützen zusammengefasst waren. Im Bericht der Landesdamenleiterin Christa Weigl, ebenfalls in der OSZ abgedruckt, ging es besonders um ein Benefizschießen der Oberpfälzer Schützendamen zugunsten des Vereins zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder in Ostbayern (VKKK). Sie bat dafür um kräftige Unterstützung. Schatzmeisterin Karin Merl unterstich in ihrer Übersicht die Worte Brunners zu den Finanzen. Sie sprach von einem Jahresfehlbetrag von rund 116000 Euro. Mahnende Worte gab es in Sachen Kameradenhilfe, die bei Sterbefällen eine Rolle spielt und Hinterbliebenen einen Zuschuss gibt. Die Einnahmen reichten nicht aus, das Vermögen werde aufgezehrt. Die Schatzmeisterin verwies darauf, dass die letzte Beitragserhöhung aus dem Jahr 2017 stamme. Der Gesamtvorstand schlage eine Erhöhung um zwei Euro vor. Diese wurde später von den Delegierten mehrheitlich angenommen. Roter Faden im Bericht von Landesjugendleiterin Benner-Bittihn war „Die Jugend ist unser höchstes Gut.“ Auch sie bilanzierte Erfolge und besondere Veranstaltungen. Grußworte hatte es vom Bürgermeister Rudolf Seidl (UWM) und Landrat Thomas Ebeling (CSU) gegeben. Seidl stellte fest, dass Schützenvereine für ihn Tradition, Geschichte und Heimatverbundenheit widerspiegelten. Er selbst sei seit vielen Jahren Mitglied in einem Schützenverein. Ebeling begrüßte die Delegierten und wünschte der Veranstaltung einen guten Verlauf. Die Neuwahlen führten zu folgendem Präsidium: Präsident Franz Brunner, Vizepräsidentin Herta Zeiler, Schatzmeisterin Karin Merl und Kassenprüfer Thomas Kainz. Nur bestätigt werden im Amt musste die Landesjugendleiterin Evi Benner-Bittihn, da diese von der Jugend bereits separat gewählt worden war. Trotzdem gab es für sie per Handzeichen 21 Gegenstimmen.
Sie wurden ausgezeichnet

Verdienstauszeichnung am Band des OSB: Karin Merl, Landesschatzmeisterin, Parkschützen Teublitz Ehrenkreuz in Silber des DSB: Anton Fickerl (Schwarzachtal Waldmünchen), Manfred Muck (Gauschützenmeister vom Gau Oberviechtach), Günther Hirsch (Landesreferent Gewehr), Georg Hausmann (Edelweiß Obersdorf), Erwin Schötz (Schützenverein Auerbach 1890), Helmut Döbereiner (Tanzfleck), Berta Gruber (Pfahlschütz Thirlstein), Max Stautner (Bergschütz Nunsting) Goldene Medaille am grünen Band des DSB: Johann Schuhbauer (Landesreferent Wurfscheibe), Tobias Troppmann (Landesreferent neue Medien), Christoph Zinkl, (Landesreferent für Böllerwesen und Tradition), Horst Tischner (Schützenmeister Adler Willmering), Johann Wachter (Gauschützenmeister Schützengau Waldmünchen), Christoph Kuchenreuther (3. Vizepräsident des OSB) Ehrenkreuz in Gold DSB: Peter Lugbauer (Landesreferent Ligawesen und Rundenwettkämpfe) Verdienstkreuz in Gold des OSB: Werner Pollak, (Talschütz Windischbergerdorf), Werner Fischer (Königlich-privilegierte Feuerschützengesellschaft 1433 Sulzbach-Rosenberg), Johann Dirrigl (Gauschützenmeister von Nabburg), Ludwig Dirscherl (Landespressereferent), Hans Lindner (Landesarmburstreferent)