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Vereinsscheibe der Talschützen Talschütz Katzbach 1924 e.V. Cham – Katzbach
Pressebericht Mittwoch, 29. März 2023

Thomas Platzer bleibt Gauschützenmeister

Nicht alle Ämter in der Vorstandschaft konnten besetzt werden – Blasrohr wird immer beliebter

Der gesellschaftliche Wandel belastet auch die Schützen. Immer weniger Leute stellen sich in den Dienst von Vereinen und übernehmen Verantwortung. Dies führte auch im Schützengau Cham dazu, dass beim ordentlichen Gauschützentag am Sonntag im Schützenheim Trebersdorf einige Vorstandsämter nicht besetzt werden konnten, besonders im Damenbereich. Dabei ist der Gau durchaus erfolgreich und aktiv, wie Gauschützenmeister Thomas Platzer berichtete. So wurde der Gauvorstand weitgehend bei der Neuwahl bestätigt. Nach der Begrüßung durch Thomas Platzer sagte Traitschings Bürgermeister Josef Marchl, die Gesellschaft habe sich durch die Coronakrise weiter gewandelt, weg von der Gemeinschaft hin zum Individualismus. Das treffe auch die Vereine schwer, die keine Mitglieder mehr bekommen und noch weniger, die sich da engagieren.Der Gauschützenmeister verwies darauf, dass der letzte Gauschützentag im März 2019 war. Seitdem sei die Jugendarbeit in vielen Vereinen sehr rührig gewesen, habe durch Corona aber einen Dämpfer erhalten. Mitgliedergewinnung sei sehr schwierig, aber man sei auf einem guten Weg. „Die Damenarbeit ist das Aushängeschild im Schützengau – bisher“, stellte Platzer fest. Armella Stelzer habe die Sparte aufgebaut und sehr viele Aktivitäten initiiert. Aber nach ihrem Rückzug sei es bisher trotz vieler Gespräche nicht gelungen, eine neue Führung zu etablieren. Der Sportbereich sei wieder angelaufen mit Rundenwettkämpfen, Meisterschaften und sonstigen Vergleichs- oder Pokalschießen. Wie die Gaumeisterschaft vor 14 Tagen, die leider schlecht besucht war. Aber es gebe auch Bereiche im Gau, die gut laufen. Etwa der Bogensport. Hier würden Schulungen und Wettbewerbe durchgeführt. Ein Jugendlicher aus dem Schützengau habe sich für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert und habe nur knapp eine Medaille als Vierter seiner Klasse verpasst. Auch das Blasrohr – „wir nennen es nach wie vor Schießen“ – sei besonders bei Kindern beliebt, obwohl es auch für Erwachsene eine Herausforderung sei. In Kürze werde man hierfür Meisterschaften durchführen. Da dieser Sport nicht so verbreitet ist, könne man auf Landesebene vorne dabei sein, wie Schützen des Schützenvereins Cham-West gezeigt hätten. Auch das Auflageschießen soll wieder für Junge und Senioren gefördert werden, es soll am 11. November Meisterschaften geben. In den letzten Jahren seien die Gautitel zwar ausgeschossen worden, aber die Würdigung beim Gauball sei nicht möglich gewesen. Dies soll heuer, wohl am 7. Oktober in der Rodinger Stadthalle, nachgeholt werden. Der Mitgliederstand hat sich seit 2019 sehr verringert, auf jetzt 2884. Ein Loch riss die Vereinsauflösung in Pemfling, wo kein neuer Vorstand gefunden wurde. Einige der Schützen seien in Nachbarvereine gewechselt. Aber auch Corona habe viele Schützen veranlasst, ihren Verein zu verlassen. Und Nachwuchsgewinnung war kaum möglich. Sehr langsam erhole sich der Mitgliederstand wieder, so Platzer. Ein Lichtblick seien die Schnupperschießen bei 15 Vereinen im Vorjahr gewesen, wo 150 Teilnehmer das Schießen mit den verschiedenen Geräten probiert haben. „Endlich könnte die Arbeit wieder normal verlaufen, aber es fehlt an Mitarbeitern im Verband und in den Vereinen“, stellte OSB-Vizepräsident Christoph Kuchenreuter in seinem Grußwort fest. Gerade die Jüngeren blieben nur so lange in einem Verein, wie sie dort bespaßt werden. Ein Amt übernehmen nur wenige. So sei es auch im Schützengau. Dort fehlten Leute im Vorstand, die dadurch die, die eh schon ihre Arbeit machen, noch mehr belasten, weil sie deren Aufgaben mit erledigen müssen.Gerhard Kurnoth will das Gaugeld für die Nachwuchsförderung einsetzen, etwa durch die Anschaffung von Lichtgewehren. Da solle erst abgewartet werden, auf welches System sich der DSB festlege, fand Kuchenreuter. Bei den folgenden Neuwahlen blieben die vorhergesehenen Probleme bestehen, nicht alle Ämter konnten besetzt werden und sollen nun bei Vorstandssitzungen besprochen werden.

EHRUNGEN UND WAHLERGEBNISSE

Verdienstauszeichnung am Bande: Roswitha Heinze von Wildschütz Kager, Tobias Hofmann von Lindenbaum Vilzing, Thomas Weber von Hofmark Loifling, Martin Breu von Fröhliche Schützengesellschaft Großbergerdorf DSB-Ehrennadel in Gold: Franz Hausladen, Großbergerdorf, Gerald Daiminger, Sattelpeilnstein OSB-Ehrenkreuz in Silber: Josef Janker, Rettenbach DSB-Ehrenkreuz in Bronze: Josef Haimerl, Katzberg; Christian Huber, Sattelpeilnstein; Peter Merkl, Waffenbrunn; Günther Stebe, Janahof Ehrenkreuz in Silber: Arthur Vogl, Cham-West; Franz-Xaver Lemmer, Rettenbach; Stefan Preischl, Willmering Ehrenzeichen in Gold: Anton Braun, Willmering

**Neuwahl, Gauschützenmeister: **Thomas Platzer, Stellvertreter Christoph Kuchenreuter und Armella Stelzer **Gaugeschäftsführer: **Franz Pillmeier, Stellvertreter Sven Schmuderer Sportleiter: Christian Fischer, Stellvertreterin Miriam Hausner Spartenleiter: Kleinkaliber Christian Reutlinger, Großkaliber Andreas Weindl Ehrenbeauftragter: Christoph Kuchenreuter Lehrgangsbeauftragter: Emil Stuber **Kassenprüfer: **Werner Wache, Stefan Preischl