Kranz für die Toten
Loibling-Katzbach beging den Volkstrauertag

Der Volkstrauertag ist ein Gedenktag und stiller Feiertag unter gesetzlichem Schutz. An diesem Tag wird bundesweit der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Bereits am Freitagabend zogen die Vereine, Feuerwehr, Talschützen und FC, des Stadtteil Loibling-Katzbach in einem Fackelzug unter den Klängen der Kolpingmusik zum Gedenkstein beim Sportplatz. In Anwesenheit von Altbürgermeister Leo Hackenspiel sprach Stadtrat Josef Blaha in seiner Ansprache davon, wie unvorstellbar es sei, dass seit Februar wieder Krieg in Europa herrsche. Russland habe mit dem Angriff auf die Ukraine alle Regeln des Völkerrechtes gebrochen. So müsse man im Jahr 2022 Bilder aus der Ukraine sehen, von denen man gehofft habe, dass sie sich auf unserem Kontinent nie mehr wiederholen: Menschen, die vor Bomben fliehen und die an der Grenze von ihren Familien Abschied nehmen. Man sehe, wie Menschen leiden müssten nach dem skrupellosen Überfall Russlands, für welchen Präsident Putin die Verantwortung übernehmen müsse, so Blaha. „Wir sehen wozu Menschen in diesem Ausnahmezustand fähig sind, im Guten und im Schlechten“, betonte der Redner mit dem Hinweis, dass dieser Krieg im Herzen Europas stattfinde. Von Berlin zur ukrainischen Grenze sei es genauso weit wie von Berlin nach Brüssel. Am Volkstrauertag gedenke man vor allem der Toten der Weltkriege, heuer aber im Besonderen der Kriegstoten und ihrer Angehören in der Ukraine. Dieser Gedenktag biete auch Anlass, nachzudenken und besonnen aber entschieden tätig zu werden. „Man darf Aggressionen nicht hinnehmen, sondern muss daran erinnern, dass wir gemeinsam in Europa für Menschenrechte, Frieden und Freiheit eintreten“, forderte der Stadtrat mit dem Hinweis auf die Unantastbarkeit der Menschenwürde. Er wünschte, dass der Volkstrauertag für alle ein nachdenkenswerter, erkenntnisreicher, persönlicher, inspirierender und hoffnungsvoller Tag sein möge. Mit Pfarrvikar Pater John beteten die Anwesenden. Die Feierstunde wurde von der Kolpingmusik umrahmt. Ein Schlachtschüsselessen der Freiwilligen Feuerwehr schloss sich traditionell an.