Trauer mahnt, für die Lebenden zu sorgen

Feuerwehrleute legten am Gedenkstein einen Kranz nieder.
Die Gedenkfeiern anlässlich des Volkstrauertages in der Stadt Cham eröffneten am Freitagabend die Vereine des Stadtteils Loibling-Katzbach. Zu den Klängen der Kolpingmusik zogen sie von Katzbach zum Sportgelände, um am Gedenkstein der Menschen, die in Kriegen und durch Gewaltherrschaft ums Leben kamen, zu Gedenken.
Stadträtin Claudia Zimmermann sprach von einem wichtigen und traurigen Tag für diejenigen, die Angehörige im Krieg verloren haben. Dieser Tag erinnere die, die wir heute in Deutschland leben, an das Leid und den Tod der Menschen vor über 70 Jahren. Es gelte auch zu trauern, mit welcher Brutalität, Gewissenlosigkeit und Härte Kriege geführt und Morde ausgeführt werden. “Wir trauern um die Toten und trauern darum, dass Menschen ihnen dies angetan haben”, betonte die Stadträtin und erklärte, dass sich in ihre Trauer auch Wut und ein Stück Resignation mische, wenn sie an die gegenwärtigen Kriege und Konflikte denke und nannte Syrien, Afghanistan, Jemen und Sudan. Claudia Zimmermann nannte die Tatsache, dass im letzten Jahr viele Menschen nach Deutschland gekommen sind, die vor Krieg und Terror fliehen mussten. “Unsere Trauer um die Toten von damals mahnt uns, für die Lebenden zu sorgen”, legte sie allen ans Herz.
Zu den Klängen der Kolpingmusik legten Feuerwehrvorstand Franz Schmaderer und Kommandant Stefan Hamperl einen Kranz nieder. Mit Gebeten umrahmte Stadtpfarrer Dr. Kazimierz Pajor die Feierstunde.