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Pressebericht Dienstag, 1. Juli 2025 · Mittelbayerische Zeitung

1,7-Millionen-Euro-Projekt: Neues Gerätehaus in Loibling-Katzbach gesegnet

Beinahe auf den Tag genau zwei Jahre nach dem Fest zum 150-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Loibling-Katzbach feierte die traditionsreiche Wehr am Wochenende ein weiteres bedeutendes Kapitel ihrer Geschichte: die feierliche Segnung des neu gestalteten und modernisierten Gerätehauses an der Loiblinger Straße.

Mehr als drei Jahre dauerten die Planung und die Umsetzung des anspruchsvollen Projekts. Nun wurde der Abschluss der Bauarbeiten mit einem großen Festakt und zahlreichen Gästen würdig begangen. Dafür hatte die aktive Mannschaft unter Leitung der Vorsitzenden Michael Haller und Reinhard Rädlinger sowie Kommandant Martin Schoplocher und Vize Benjamin Kreitinger keine Mühen gescheut und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm auf die Beine gestellt.

Schon am frühen Nachmittag herrschte bei hochsommerlichen Temperaturen reger Betrieb. Besucher aller Altersgruppen nutzten die Gelegenheit, das modernisierte Gebäude zu besichtigen und sich fachkundig durch die neuen Räumlichkeiten führen zu lassen. Die technischen Neuerungen und die klare funktionale Trennung von Einsatz- und Sozialbereichen sorgten für viel Anerkennung.

So verfügt das Erdgeschoss nun über drei Fahrzeugstellplätze, Umkleiden, WC-Anlagen und eine Werkstatt. Im Obergeschoss befinden sich ein heller Schulungsraum, das Büro für die Kommandanten sowie ein eigener Bereich für die Jugendfeuerwehr.

Besonderes Markenzeichen der Wehr ist, dass sie neben Löschfahrzeug und Logistik-Lkw mit dem Kommandowagen Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung (UG-OEL) über ein Fahrzeug verfügt, welches im Landkreis nur noch in Arrach zu finden ist. In einer ansehnlichen Technikschau wurde neben den Fahrzeugen das moderne und leistungsfähige Equipment präsentiert, welches vor allem die technikbegeisterten unter den Gästen ins Schwärmen brachte.

Für die kleinsten Feuerwehrfans wurde mit einem Kinderparcours samt Gummistiefel-Weitwurf, Spritzenhaus und Feuerwehrauto-Wettrennen ein spielerisches Highlight geboten. Bei der Verlosung freuten sich Theo Bräu, Emilia Barak und Viola Skibba über attraktive Gewinne.

Den Festakt eröffnete Vorsitzender Haller mit der Begrüßung der Ehrengäste. Neben Bürgermeister Martin Stoiber, Kreisbrandrat Mike Stahl und dem ehemaligen Schirmherrn und Architekten Georg Kerschberger waren zahlreiche Stadtratsmitglieder, Vertreter der ausführenden Firmen sowie Delegationen anderer Feuerwehren anwesend. Kommandant Schoplocher würdigte die herausragende Gemeinschaftsleistung der vergangenen Jahre. Trotz der Belastungen während der Umbauphase habe man stets zusammengehalten. Das neue Gerätehaus sei nicht nur eine bauliche Investition, sondern ein starkes Zeichen für die Zukunft des Ehrenamts, für die Ausbildung der Feuerwehrjugend und die Einsatzbereitschaft der gesamten Wehr.

Für Bürgermeister Stoiber schlagen die Kameraden in Loibling-Katzbach mit dem modernisierten Gebäude ein neues Kapitel auf. „Es bietet nicht nur Platz für moderne Technik, sondern auch für Ausbildung, Kameradschaft und Zusammenhalt.“ Zudem würdigte Stoiber das Engagement der Mitglieder.

„Gebäudehüllen kann man bauen – aber die große Kunst besteht darin, diese mit engagierten Menschen zu füllen“. Diese Aussage bildete den Kern des Grußwortes von Kreisbrandrat Stahl. Dank gelte nicht nur den Planern und den Verantwortlichen, sondern besonders jenen, die ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Und in dieser Disziplin stehe die Wehr Loibling-Katzbach ganz weit vorne.

Architekt und Stadtrat Kerschberger freute sich, dass nun – parallel zur Erweiterung des Kindergartens – ein weiteres ortsbildprägendes Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde. Trotz Verzögerungen durch Fachkräftemangel, lange Lieferzeiten und komplexe Vergabeverfahren konnte das Gebäude planmäßig in zwei Abschnitten realisiert werden. Kerschberger zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden: Das neue Feuerwehrhaus entspreche modernen technischen und gesetzlichen Anforderungen.

Besonders betonte er die gelungene Integration in die Ortsmitte, in der FFW-Haus, Kinderhaus, Vereinshaus, Sportanlage und ein gemeinsamer Parkplatz sinnvoll aufeinander abgestimmt seien – ergänzt durch ein übergreifendes Energiekonzept mit zentraler Heizungsversorgung. Kerschberger wünschte der Wehr viel Erfolg mit dem neuen Haus und den künftigen Fahrzeugen. Symbolisch überreichte der Architekt einen Schlüssel an Bürgermeister und Kommandanten und übergab somit den 1,7 Millionen Euro teuren Bau an die Hausherren.

Stadtpfarrer Dr. Kazimierz Pajor läutete mit einem Gebet die Segnung ein und hob hervor, dass das Feuerwehrhaus nicht nur ein funktionaler Ort sei, sondern ein Raum des Schutzes, der Bereitschaft und der Hilfe am Nächsten – zentrale Werte, die auch im christlichen Glauben verankert seien. Durch die Besprengung mit Weihwasser stellte er das Haus unter den Schutz Gottes.

Den feierlichen Schlusspunkt setzte das gemeinsame Banddurchschneiden durch die Verantwortlichen. Bei Spezialitäten vom Grill, frisch gezapftem Bier und zünftiger Musik feierten die Besucher anschließend bis in die späten Abendstunden.