Mitgliederschwund macht Schützen Sorgen
Die Funktionäre des Schützengaues Cham trafen sich zur Jahresversammlung und bilanzierten erfolgreiche Arbeit.

Inge Kempf, Josef Bauer, Franz Mayer und Franz Pillmeier erhielten das Protektor Ehrenzeichen Klasse I.Fotos: ceh
Die Jahresversammlung des Schützengaues Cham wurde im Vereinsheim der „Wildschützen“ Trebersdorf durchgeführt. Gauschützenmeister Thomas Platzer berichtete, dass Gaujugendleiter Tobias Hoffmann und sein Team erfolgreich Neues wagten. Beim Gaujugend-Weihnachtsschießen gab es einen Teilnehmerzuwachs. Der Bogensport stellt im Jugendbereich und auch bei den Erwachsenen einen großen Teil der neuen Mitglieder. Dank galt dabei dem Bogensport-Spartenleiter im Gau, Klaus Wutz. Im KK-Bereich konnte trotz der Trainingsangebote durch Spartenleiter Richard Müller das Potenzial noch nicht ausgeschöpft werden. Der Gauschützenmeister forderte alle Schützen auf, es zu versuchen und neue Erfahrungen zu sammeln. Im Großkaliber-Bereich ist die Nachfrage zu Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten noch überschaubarer. Hier steht Spartenleiter Andreas Weindl als Unterstützer zur Verfügung. Im Hinblick auf kontinuierliche Schulung und Weiterbildung galt Ausbilder und Kampfrichter Bernhard Kurnoth ein besonderer Dank.
Schützenball war Höhepunkt
Platzer dankte Gabi Weinzierl und Andrea Vogl für die erfolgreiche Gau-Damenarbeit. Im Sportbetrieb konnte man nach seinen Worten bei Teilnehmerzahlen und Ergebnissen zunehmenden Erfolg verzeichnen. Das Team um Willi Feldmeier und Christian Fischer bietet die Grundlage für weitergehende Erfolge bis hin zu den Landesmeisterschaften. Im Rundenwettkampf wurde in der vergangenen Saison der Onlinemelder eingeführt.
Den gesellschaftlichen Höhepunkt des Jahres stellte der Gauball in Roding dar. In gebührendem Rahmen konnten die Gauliesl`n und -könige proklamiert sowie hochrangige Ehrungen verliehen werden.
Gauschützenmeister Platzer würdigte die gute Arbeit in den Vereinen. Er bedauerte aber das Problem verschwindender Vereinsheime, dem auch schon zwei Gauvereine zum Opfer gefallen sind. Hier appellierte Platzer auch an die Politik, die Rahmenbedingungen zu verbessern.
Neue Ehrenordnung
Weniger gut war die Entwicklung des Mitgliederstandes. Mit einem Rückgang um 19 beträgt die aktuelle Zahl 3241. Trotz teils recht starker Neuzugänge konnten 107 Austritte und 15 Sterbefälle nicht kompensiert werden. Abschließend merkte der Gauschützenmeister an, dass mehreren Funktionären Glückwünsche überbracht wurden. Er dankte den Trebersdorfer Wildschützen für die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Gaugeschäftsführer Franz Pillmeier trug den Kassenbericht vor und Kassenprüfer Thomas Raab bescheinigte dessen Richtigkeit.
Anschließend stellte OSB-Vizepräsident Irrgang die neue Ehrenordnung vor. Darin ist geregelt, dass die Schützenmeister für ihre Mitglieder zuständig sind und der Gauschützenmeister für die Ehrungen von Schützenmeistern zuständig ist. Auch Irrgang musste eine rückläufige Mitgliederentwicklung feststellen und informierte, dass man im OSB erstmals wieder unter der Zahl 30 000 liegt. Der Gauvorstandschaft sprach er Dank und Anerkennung für hervorragende Arbeit aus.
Ehrungen
Mit der Goldenen Ehrenmedaille, der zweithöchsten Ehrung des DSB, wurde Anton Braun vom Schützenverein „Adler“ Willmering ausgezeichnet. Er war drei Jahre Jugendleiter, zwölf Jahre zweiter Schützenmeister und 15 Jahre erster Schützenmeister. Er ist jetzt Ehrenschützenmeister und aktiver Schütze im Rundenwettkampf
Das DSB-Ehrenkreuzin Bronze erhielten Josef Haberl (Talschütz Katzbach) und Josef Zellner (Lindenbaum Vilzing). Haberl war sechs Jahre lang 1. Schützenmeister, dann viele Jahre 1. und 2. Schützenmeister sowie Beisitzer sowie insgesamt über 50 Jahre in der Vorstandschaft. Zellner war 21 Jahre in Schützenmeisterfunktion tätig und ist jetzt Ehrenschützenmeister.
Das Protektor Ehrenzeichen Klasse I des OSB gab es für diese Schützen:
Inge Kempf (SV Cham-West) ist seit 38 Jahren in der Vorstandschaft tätig.
Josef Bauer (Bergschütz Kolmberg) ist seit 30 Jahren 2. Schützenmeister.
Franz Mayer (Geselligkeit Chamerau) ist seit 30 Jahren im Ausschuss aktiv und aktiver Rundenwettkampf-Schütze.
Franz Pillmeier (Talschütz Katzbach) ist seit 2010 Schützenmeister und seit
2005 Gaugeschäftsführer; vorher war er Gau-Jugendsprecher und Gau-Jugendleiter; insgesamt ist er bereits 29 Jahre in Funktionsämtern tätig.
Todesfälle:
